Font Size: a A A

"immortal" As The Image In Memory And Point To The Value Of Significance

Posted on:2011-04-14Degree:MasterType:Thesis
Country:ChinaCandidate:X YangFull Text:PDF
GTID:2205360305480146Subject:German Language and Literature
Abstract/Summary:PDF Full Text Request
Die vorliegende Magisterarbeit hat Hermann Hesses Roman Der Steppenwolf zum Untersuchungsgegenstand. Das Werk ist 1927 erschienen, also in einem Zeitalter, das von vielen damals als ?Epoche der Amerikanisierung"bezeichnet wurde. Dass Hesse gro?e Abscheu, ja Befürchtung vor dem Eindringen des so genannten Amerikanismus und der Trivialisierung der Kultur als dessen Folge hatte, ist allgemein bekannt. Vor diesem Hintergrund scheint es mir interessant zu sein zu untersuchen, warum Goethe und Mozart in dem Roman in verschiedener Weise erscheinen und welche Bedeutung sie als ?die Unsterblichen", wie sie im Roman genannt wurden, haben.Den Raster der Untersuchung liefert der theoretische Ansatz ?des kulturellen Ged?chtnisses", den von Jan Assmann und Aleida Assmann entwickelt worden sind. Vor allem der von ihnen aufgestellte Begriff der ?Erinnerungsfigur"macht es m?glich, auf die Funktion der beiden Figuren und deren Verk?rperung signifikanter Werte in Roman einzugehen.Die Untersuchung zeigt, dass die Figuren Goethe und Mozart im Roman auf zwei Ebenen zu betrachten sind. Auf der einen dienen sie als Hallers ideale Vorbilder der deutschen Elitenkultur, hier sind sie Erinnerungsfiguren, die sich in verschiedenen Medien, wie Bücher, Radierung und Musik, manifestieren. Dementsprechend scheint Haller in zwei Kulturen und zwei Welten zu leben. Die reale kleinbürgerliche Gesellschaft, wo die Atmosph?re von zunehmender Technisierung der Welt, der Amerikanisierung der Kultur und zugleich von Zerst?rung der alten Kultur herrscht, widert ihn an, so dass er in die ideale Welt im Zeichen der klassischen Kunst, repr?sentiert durch Goethe und Mozart, flüchtet und dort seine Gruppenzugeh?rigkeit zu finden glaubt. Anders ausgedrückt, w?hrend Haller die vergangene Elitenkultur bejaht, wird die Gegenwart in Frage stellt. Mehr noch: Er sieht in der tradierten Elitenkultur sogar das Heilmittel gegen die gegenw?rtige ?Scheinkultur".Auf der anderen Ebene tauchen Goethe und Mozart als literarische Figuren und kommen in Hallers Tr?umen oder Phantasien vor, wo Haller mit ihnen Dialoge h?lt. In den entsprechenden Szenen beobachtet man, dass die Bilder dieser zwei Erinnerungsfiguren ver?ndert sind. So zeigt sich der würdige Goethe sehr humorvoll, genau so auch Mozart, der Spa? macht und in seinem Denken und Verhalten modern wirkt. In diesen Ver?nderungen werden meiner Meinung nach Mozart und Goethe als Erinnerungsfiguren bestimmte neue Werte verliehen. Sie bringen Haller Lachen bzw. Humor bei, wodurch man in eine ?Vernunftehe"mit dem Bürgerlichen eintreten kann. Er soll nicht nach der absoluten idealen Welt streben, sondern seine reale Existenz anerkennen und akzeptieren, was aber nicht hei?t, dass man ihre Sklave wird, sondern man soll den Ausgleich zwischen den zwei antagonistischen Welten finden und dabei die Freiheit und Kreativit?t maximieren. Das sei der ?ewige(r) Ausweg". Halle scheint am Ende die Lehre der ?Unsterblichen"verstanden zu haben, wenn er sagt: ?Einmal würde ich das Lachen lernen. Pablo wartete auf mich. Mozart wartete auf mich."Hesse versucht wahrscheinlich einerseits mit diesem Roman sich selbst und der ?Steppenwolf-Gruppe"zu helfen, damit diese die Lebenskrise bew?ltigt, einen heilenden Ausweg und dann auch ihre Gruppenidentit?t findet; andererseits m?chte er die Trivialisierung der Kultur kritisieren, indem er die zwei Erinnerungsfiguren Mozart und Goethe einsetzt, um die ?geistlose Masse"zu erwecken und damit auch die ganze Gesellschaft zu heilen. Meines Erachtens ist dies, was Hesse mit den beiden Figuren der ?Unsterblichen"zum Ausdruck bringt, nur ein Traum, oder ein Spiel mit der Utopie. Dass dieser Traum nicht in Erfüllung geht und gehen kann, liegt auf der Hand. Wenn der Roman dem Autor selbst eine Heilung bedeuten sollte, wie er selbst behauptet, so kann er l?ngst noch nicht die Masse heilen, geschweige denn die Gesellschaft, wie uns die Geschichte zeigt. Denn es hat nicht lange gedauert, bis der 2. Weltkrieg ausbrach und auch die Amerikanisierung schreitet nach wie vor voran, noch heute.
Keywords/Search Tags:Erinnerungsfiguren, kulturelles Ged(a|¨)chtnis, die ,,Unsterblichen", die Verk(o|¨)rperung signifikanter Werte, kontrapr(a|¨)sentische Wirkung
PDF Full Text Request
Related items